Freitag, 5. April 2013

Trendwende bei Hypozinsen?

Die Zinssätze von Festhypotheken sind zwar immer noch auf sehr niedrigem Niveau, aber ganz so tief wie letzten Herbst sind sie nicht mehr. Nachdem Hypothekarnehmer sich im gesamten Jahr 2012 über rekordtiefe Zinsen freuen konnten, sind sie im ersten Quartal 2013 wieder gestiegen, wie das Vermögenszentrum (VZ) in seinem Newsletter schreibt. 
 


Festhypotheken mit Laufzeiten zwischen 1 und 5 Jahren sind höchstens 0,1 Prozentpunkte teurer geworden. Betroffen sind vor allem lange Laufzeiten: Bei 6- bis 10-jährigen Laufzeiten sind die Zinssätze um bis zu 0,3 Prozentpunkte gestiegen. 10-jährige Festhypotheken kosten mittlerweile 2,1 bis 2,4 Prozent. Im Februar berichteten die Medien noch, dass die Hypothekarzinsen seit Anfang des Jahres um 10 Prozent gestiegen seien. In Wirklichkeit hatten sich die Zinssätze für Langfristhypotheken in diesem Zeitraum um rund 0,2 Prozentpunkte erhöht. Effektiv haben 10-jährige Festhypotheken mit 2,1 bis 2,4 Prozent damit aber lediglich das Niveau vom Frühjahr 2012 erreicht. Eine Trendwende sieht anders aus. In der Zwischenzeit sind die Zinsen sogar wieder leicht gesunken, so dass man Festhypotheken weiterhin sehr günstig abschliessen kann. 


Doch obwohl die Zinsen weiterhin sehr tief sind, sollten Hausbesitzer gut überlegen, ob sie sie für den gesamten Hypothekarbetrag fest anbinden wollen. Je nach Laufzeit ist das nämlich doppelt so teuer wie eine Teilfinanzierung mit Geldmarkt-Hypotheken. Wenn die Geldmarktzinsen in den nächsten 10 Jahren unverändert bei rund 1 Prozent bleiben, kostet eine 10-jährige Festhypothek über 500'000 Franken insgesamt 75'000 Franken mehr als eine Geldmarkt-Hypothek in gleicher Höhe.
Daher gilt weiterhin die Empfehlung, nicht alle Eier in den gleichen Korb zu legen. Hypothekarnehmer sollten nur rund ein Drittel der Gesamtfinanzierung als Festhypothek aufnehmen, am besten mit einer Laufzeit von mindestens sieben Jahren und den Rest als Geldmarkt-Hypothek.

Bei der Wahl des Kreditgebers sollte man gemäss VZ mehr denn je an die Anschlussfinanzierung denken. Hintergrund ist folgender: Mitte Februar löste der Bundesrat den antizyklischen Kapitalpuffer aus, der die Banken rund 0,02 Prozent Ertrag auf ihrem Hypothekarbestand kostet. Da sie die Zinssätze für laufende Hypotheken nicht erhöhen können und je nach Institut mit bis zu 85 Prozent in längerfristigen Festhypotheken gebunden sind, dürfte es zu einer Quersubventionierung kommen. In der Folge könnten Anschlussfinanzierungen je nach Anbieter um bis zu 0,15 Prozentpunkte teurer werden.

Mit einer geschickten Strategie verspricht das VZ, die  Hypothekarkosten um viele Tausend Franken zu senken. Das Merkblatt „Hypothekarzinsen sparen“ zeigt, wie es funktioniert. Auf der VZ-Website gibt es Informationen zu Festhypotheken und die 6 wichtigsten Tipps dazu.

Quelle: Vermögenszentrum VZ

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